Es ertönt ein Knall, dann regnet es goldenes
Konfetti. Seifenblasen steigen auf, zeitgleich setzt der Bass ein. Menschen auf
einem offenen Doppeldeckerbus rasten zu Techno aus. Sie springen, reißen die
Arme in die Luft. Da sind glitzernde Bärte, lederne Stachel-Outfits und Blumen
im Haar.
Es wäre wohl nachvollziehbar gewesen,
wenn der Verein Hamburg Pride seinen Umzug nach den Geschehnissen beim CSD in
Berlin abgesagt hätte. Eine Woche ist es her, dass Abdul B. dort mit einem Auto
in die Menge fuhr, einen Menschen tötete und 31 weitere zum Teil schwer
verletzte.
