Die Niederländerin Lorena Wiebes hat die erste Etappe der Tour de France der Frauen gewonnen und sich damit das erste gelbe Trikot gesichert. Sie setzte sich im schweizerischen Lausanne im Massensprint nach 138 km gegen Kim Le Court sowie gegen die Europameisterin Demi Vollering durch.
In dem Rennen hatten sich immer wieder
Ausreißergruppen vorübergehend abgesetzt, jedoch ohne Erfolg. Letztlich ging das
Hauptfeld geschlossen in den letzten Anstieg des Tages, bei dem sich
eine kleinere Gruppe absetzte. Vollering startete 700 Meter vor dem Ziel eine Attacke, am Ende setzte sich die
Sprintspezialistin Wiebes aber souverän durch.
»Ich kann es kaum glauben.
Das Rennen war heute super schwer, aber unser Team hat extrem hart gearbeitet.
Als Demi einen Kilometer vor Schluss angegriffen
hat, habe ich mich noch gut gefühlt und wusste, dass ich dranbleiben
muss«, sagte Wiebes nach dem Rennen. Die Niederländerin hatte in der vergangenen Woche
bereits bei der
Polen-Rundfahrt ihre Topform unter Beweis gestellt und alle drei Etappen
gewonnen.
Antonia Niedermaier erzielte Rang 17
Unter den Favoritinnen um die französische
Vorjahressiegerin Pauline Ferrand-Prévot, Vollering (Tour-Sieg 2023) und die
Polin Kasia Niewiadoma-Phinney (Tour-Sieg 2024) gab es keine großen zeitlichen
Abstände. Antonia Niedermaier kam mit
acht Sekunden Rückstand als beste Deutsche auf Rang 17 ins Ziel.
Die Frankreich-Rundfahrt bleibt auch am Sonntag noch in der
Schweiz. Die zweite Etappe führt die Frauen über 149 Kilometer von Aigle nach
Genf. Auch bei dieser Etappe wird wieder mit einer Sprintentscheidung gerechnet.
Das Ziel liegt am Genfersee, unmittelbar vor dem
berühmten Springbrunnen Jet d’eau. Die Tour endet
am 9. August in Nizza.
