
An der Grenze zur spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta ist es an diesem Donnerstag zu einem Massenansturm aus Marokko gekommen. Nachdem in der vergangenen Woche schon mehr als 1000 Menschen schwimmend auf die spanische Seite gekommen waren, sollen es laut Medienberichten am Donnerstag Tausende gewesen sein. Die Grenzpolizei war angeblich völlig überfordert. Die Regionalregierung forderte dazu auf, den nationalen Notstand auszurufen und das Militär zu entsenden. In Ceuta ist die einzige Aufnahmeeinrichtung schon seit Tagen überfüllt.
Angesichts dieses neuen starken Andrangs von Migranten rief der Regionalpräsident von Ceuta, Juan Jesús Vivas, die Zentralregierung in Madrid dazu auf, aus „Gründen der nationalen Sicherheit“ den Notstand auszurufen und das Militär an der Grenze zwischen Marokko und Ceuta einzusetzen. Dazu telefonierte Vivas am Donnerstag auch mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez. Laut dem staatlichen spanischen Fernsehsender RTVE wies die Regierung in Madrid Vivas’ Forderungen zurück.
Sánchez teilte wiederum auf der Plattform X mit, dass „alle erforderlichen Ressourcen“ mobilisiert würden. Man arbeite mit den marokkanischen Behörden zusammen, um „so schnell wie möglich wieder zur Normalität zurückzukehren“. Aus dem spanischen Innenministerium hieß es bereits zuvor, dass die Zusammenarbeit mit Marokko verstärkt werde, um die illegalen Grenzübertritte zu verhindern.
