Greta steht nun unmittelbar vor ihrer Rückkehr aus ihrem Freiwilligendienst in Bolivien. Sie verbringt noch ein paar Tage in Brasilien, dann steigt sie in ein Flugzeug und landet wieder in Deutschland. »Richtet mein Zimmer so her, wie es war«, hat sie gesagt. Eigentlich sollen wir es sogar schöner, als es war, einrichten, mit einer neuen Wanddeko, hübscheren Pflanzen, besserem Licht und so. Da gibt es einiges zu tun. Das Zimmer ist völlig zugerümpelt. Auf dem Bett türmen sich Decken und Kissen, die irgendwer dort abgelegt hat, in einer Ecke liegt ein Haufen Klamotten, bestimmt auch welche von Greta. Auf dem Schreibtisch türmt sich alles Mögliche, ich denke, es sind Bücher von Greta, Post, irgendwo muss da ihre Nähmaschine zu finden sein. Von ihren Pflanzen sind einige dem Wildwuchs verfallen, andere eher verkümmert. Gretas Zimmer hat wechselweise als Ausweich-Schlafstelle, als Gästeraum und vor allem als Abstellkammer gedient. Ich höre immer von anderen Eltern, dass sie die Jugendzimmer ihrer Kinder gewissenhaft pflegen. Ich hoffe, Greta kommt nicht unvermittelt früher zurück, sie wäre wohl etwas ungehalten ob des Zustandes ihres Zimmers.
