
Der amerikanische Konzern Energy Fuels hatte Ende Juni angekündigt, den deutschen Magnethersteller Vacuumschmelze (VAC) für 1,9 Milliarden Dollar kaufen zu wollen. VAC beschäftigt 3600 Mitarbeiter und beliefert mehr als 1000 Kunden, darunter den Autokonzern General Motors. Mit dem Zukauf will das US-Unternehmen zu einem der weltweit größten nicht-chinesischen Produzenten von Magneten für die Luft- und Raumfahrt, Rüstungsindustrie und erneuerbare Energien aufsteigen.
VAC-Chef Erik Eschen sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, er gehe davon aus, dass eine Prüfung der geplanten Übernahme stattfinde und auch andere europäische Länder das Geschäft untersuchten. Er sei offen dafür, sich zum deutschen Standort zu bekennen. „Dies wird kein einfacher Prozess, aber Deutschland weiß, wie wichtig wir sind, und wird hoffentlich die richtige Entscheidung treffen.” Er sehe in der Übernahme seines Unternehmens eine Chance für Deutschland, sich über die Kanäle von Energy Fuels den Zugang zu Rohstoffen zu sichern. Er räumte jedoch ein, dass es ein Risiko gebe, dass US-Kunden bevorzugt behandelt werden könnten.
