Die sächsische CDU-Politikerin Christiane Schenderlein ist nicht länger Sport-Staatsministerin im Kanzleramt und wechselt als Parlamentarische Staatssekretärin ins Gesundheitsministerium. Das gab Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin bekannt. Dass Schenderlein nicht im Kanzleramt bleiben soll, war seit mehreren Tagen bekannt und hatte zu massivem Unmut in den ostdeutschen Landesverbänden geführt. Ihre Nachfolge ist noch nicht geklärt.
CDU listet Erfolge Schenderleins als Sport-Staatsministerin auf
Die sächsische CDU listete Erfolge Schenderleins in ihrem bisherigen Amt auf. Sie habe wichtige Impulse gesetzt, sagte CDU-Generalsekretär Tom Unger der Deutschen Presse-Agentur. «Große Erfolge ihrer Arbeit sind das Sportfördergesetz, die steuerliche Entlastung für Ehrenamtliche und insgesamt deutlich mehr Geld für Sport sowie Ehrenamt.»
Sie habe auch dafür gesorgt, dass Deutschland mehr in seine Spitzensportstätten investiere. Davon würden auch die Bundesstützpunkte in Sachsen profitieren. Dass die Spitzensport-Agentur als zentraler Ansprechpartner bei der Spitzensportförderung ihren Sitz in Leipzig haben werde, sei ebenfalls ein großer Erfolg.
«Starke Stimme aus Ostdeutschland»
Auch in ihrer neuen Rolle misst die Sachsen-CDU Schenderlein Bedeutung zu. Im Bundesgesundheitsministerium werde sie unter anderem an der Umsetzung der wichtigen Reformen im Bereich Gesetzlichen Krankenversicherung und Strukturreformen sowie Pflege mitwirken. «Hier haben auch die sächsischen Bürger berechtigte Erwartungen an die Bundesregierung. Es ist gut, dass sich mit Christiane Schenderlein eine starke Stimme aus Ostdeutschland für ihre Interessen einsetzen wird.»
Die Bundesregierung sei jetzt in der Pflicht wieder zur Sacharbeit zurückzukehren und den Reformkurs für Deutschland fortzusetzen. «Daran werden die Wählerinnen und Wähler den Erfolg der Bundesregierung messen», sagte Unger.
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