Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der Waldbrände im Südwesten des Landes eine Krisensitzung angesetzt. Im Département Gironde um die Großstadt Bordeaux herum sind in den vergangenen Tagen durch Waldbrände 42.000 Hektar (420 Quadratmeter) Land verwüstet worden, 220.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.
Das Waldbrandgebiet war am Sonntag auf 15 Kilometer an das Ballungsgebiet von Bordeaux herangerückt. In der Nacht sei die Lage »stabil« geblieben, teilte die örtliche Präfektur mit. Einsatz- und Rettungskräfte seien »weiterhin in vollem Umfang im Einsatz und setzen ihre Aufgaben vor Ort fort.« Nach französischen Regierungsangaben sind in dem Gebiet mehr als 5.000 Feuerwehrleute, Soldaten und Polizisten im Einsatz.
Für Befürchtungen, die Lage könne sich wieder verschlimmern, sorgt die Wetterprognose: Am Dienstag wird im Südwesten Frankreichs starke Hitze mit Temperaturen von mehr als 40 Grad erwartet.
Auch in Spanien ist es in den vergangenen Tagen an mehreren Orten zu Waldbränden gekommen, bei denen 77.000 Hektar (770 Quadratkilometer) Fläche zerstört wurden. In der Nähe von Madrid zeichnen sich jedoch Fortschritte beim Kampf gegen die Flammen ab. So sollen im Laufe des heutigen Montags die ersten zuvor in Sicherheit gebrachten Personen zurückkehren können, sagte ein Regierungsvertreter.
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