Die Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofes haben laut Angaben aus Diplomatenkreisen den Chefankläger Karim Khan abgesetzt. Vertreter der Vertragsstaaten stimmten mit klarer Mehrheit für eine entsprechende Resolution. Das teilte der Gerichtshof mit.
»Die Versammlung hat mit der Mehrheit von 82 Vertragsstaaten entschieden, dass der gewählte Amtsträger, Chefankläger Karim Khan, schweres Fehlverhalten und eine schwerwiegende Pflichtverletzung begangen hat … und Karim Khan seines Amtes zu entheben«, sagte die Präsidentin des Leitungsgremiums des Gerichts, Paivi Kaukoranta.
Khan war bis zu seiner Suspendierung im Juni seit 2021 Chefankläger und hatte unter anderem einen Haftbefehl gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wegen mutmaßlicher Verbrechen im Gaza-Krieg beantragt.
Der Brite Khan ist des sexuellen Fehlverhaltens im Zusammenhang mit einer Mitarbeiterin beschuldigt worden. Er hat die Vorwürfe bestritten. Diese seien Teil einer Verschwörung gegen ihn als Vergeltung dafür, dass er gegen israelische Vertreter ermittelt habe, sagt er. Die Mitarbeiterin wies diese Darstellung in einem Interview des Senders CNN in der vergangenen Woche zurück.
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