Selbst Donald Trump kann die Konsequenzen seiner
Entscheidungen nicht dauerhaft ignorieren. Manchmal holen sie auch ihn ein. So war es an diesem Mittwoch. Als sich der US-Präsident am
Morgen auf den Weg zur Dover Air Force Base in Delaware machte, sprach er noch
davon, dass er gleich etwas tun müsse, was zu den schwierigsten Pflichten eines
Präsidenten gehöre. 

Zum dritten Mal seit Beginn des Irankrieges nahm Trump
dann an der feierlichen Überführung von vier getöteten US-Soldaten unter
militärischen Ehren teil. Wortlos salutierend sah der Commander-in-Chief dabei zu, wie die
Särge der Gefallenen aus den Militärflugzeugen getragen wurden. Unweit von ihm
standen die Angehörigen. In diesem Moment war der mehr als 10.000 Kilometer
entfernte Krieg ganz nah. Ein Krieg, den Donald Trump nach Ansicht vieler gar
nicht hätte beginnen müssen und dessen finanzielle Kosten inzwischen
gigantische Ausmaße annehmen – mit Folgen, die sich auch für den Präsidenten
nicht mehr wegreden lassen.