Der mexikanische Drogenboss und Mitbegründer des Sinaloa-Kartells Ismael »El Mayo« Zambada ist in den USA zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Bundesrichter in New York verhängte am Montag (Ortszeit) die Strafe gegen den 76-Jährigen.
Dem US-Justizministerium zufolge ist eine Haftentlassung ausgeschlossen. »El Mayo« habe fast vier Jahrzehnte lang den Schmuggel von Tonnen von
Fentanyl, Kokain und anderen tödlichen Drogen in die Vereinigten Staaten
geleitet, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Zudem
habe er ein »rücksichtsloses gewalttätiges Vorgehen« des Kartells
angeordnet, um sein Imperium zu schützen.
Zambada hatte zusammen mit Joaquín Guzmán, der später als »El Chapo« weltbekannt wurde, das mexikanische Sinaloa-Kartell gegründet. Festgenommen wurde er im Juli 2024, nachdem er zusammen mit Guzmáns Sohn Joaquín in einem Privatflugzeug in der texanischen Grenzstadt El Paso gelandet war. Er hatte Guzmáns Sohn anschließend vorgeworfen, ihn in eine Falle gelockt zu haben, um ihn den US-Behörden auszuliefern. Guzmán verbüßt eine lebenslange Haftstrafe im US-Bundesstaat Colorado.
Spannungen zwischen USA und Mexiko
Die Festnahme sorgt noch heute für Spannungen im Verhältnis zwischen den USA und Mexiko. Zwar sagen die US-Behörden, das FBI sei nicht beteiligt gewesen, doch daran gibt es Zweifel. Die mexikanische Regierung hat wiederholt hervorgehoben, dass US-Behörden ohne ihre Zustimmung keine Aktionen auf mexikanischem Boden ausführen dürften.
Zambada wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zunächst zurück. Im August 2025 bekannte er sich im Rahmen einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft in mehreren Anklagepunkten schuldig. Zudem willigte er dem US-Justizministerium zufolge in die Einziehung von 15 Milliarden US-Dollar aus illegalen Gewinnen ein. Im Gegenzug verzichtete die Anklage darauf, die Todesstrafe zu fordern.
