Die Landwirte in Deutschland haben 2026 so wenige Erdbeeren geerntet wie seit über 30 Jahren nicht mehr. Auch beim Spargel ging die Erntemenge nach Angaben des Statistischen Bundesamts zurück. Als Grund werden immer kleinere Anbauflächen genannt.

Die Ernte von Erdbeeren fiel mit geschätzten 71.300 Tonnen im Freiland um 11,3 Prozent geringer aus als im vergangenen Jahr. Die durchschnittliche Menge aus dem Zeitraum von 2020 bis 2025 wurde um ein knappes Viertel unterschritten. Zuletzt wurden 1995 weniger Erdbeeren in Deutschland geerntet.

Kleinere Anbaufläche für Erdbeeren

Die Anbaufläche für Erdbeeren war
zuvor noch um 2,9 Prozent auf 7.830 Hektar verkleinert worden. Im Vergleich zum Durchschnittswert
der vergangenen sechs Jahre betrug die aktuelle Fläche 18,5 Prozent
weniger. Über die Flächennutzung entscheiden die Landwirte unter anderem
nach Absatzchancen und zu erwartenden Erntekosten.

Bei der Sonderkultur Spargel liegt die geschätzte Ernte mit 100.300 Tonnen rund 3,4 Prozent unter dem Vorjahr. Die mittlere Menge der
vergangenen sechs Jahre wurde um 10,3 Prozent verfehlt. Die Anbaufläche
war jedoch im Vergleich zu 2025 nur um 1,5 Prozent zurückgegangen. Sowohl für Spargel als auch für Erdbeeren ist Niedersachsen das wichtigste Anbaugebiet.