Die Anzahl der Hasskommentare im Internet ist bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft im Vergleich zur Männer-WM 2022 stark angestiegen. Nach eigenen Angaben löschte der Weltverband Fifa seit WM-Start mehr als sieben Millionen Beleidigungen, Einschüchterungen und Drohungen. Dies seien mehr als 14-mal so viele wie noch vor vier Jahren rund um das Turnier in Katar, teilte die Fifa mit.
Zum Finale am Sonntag (21 Uhr MESZ) zwischen Spanien und Argentinien werden erneut eine hohe Anzahl an Hasskommentaren erwartet. 2022 waren 470.000 beleidigende oder einschüchternde Kommentare gelöscht worden. Die WM-Endrunde in Katar hatte allerdings 40 Spiele weniger und war kürzer. Die Zahl der von der Fifa gemeldeten Beiträge stieg um das Zehnfache auf mehr als 200.000.
Fifa nutzt Künstliche Intelligenz
Zudem seien mithilfe von Künstlicher Intelligenz »mehr als eine halbe Million erkannte Nachrichten an Spieler, Trainer und Offizielle geprüft und bewertet« worden. Mehr als 15.000 davon wurden »zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet, während über 1000 besonders schwerwiegende Drohungen den zuständigen Behörden, einschließlich Strafverfolgungsbehörden, gemeldet wurden«, teilte die Fifa mit.
Für die Löschung ist der verbandseigene »Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien« zuständig, der insgesamt 53 Millionen Kommentare moderierte. Seit dem Turnier in Katar betreibt die Fifa bei ihren Veranstaltungen diesen Dienst zum Schutz vor Social-Media-Anfeindungen, der allen teilnehmenden Teams, Trainern, Spielern und Offiziellen zur Verfügung steht.
Alle weiteren WM-News lesen Sie in unserem Liveticker.
