Die Bundesnetzagentur hat den Markteintritt des italienischen Bahnunternehmens Italo im Fernverkehr in Deutschland erlaubt. Die Infrastruktursparte der Deutschen Bahn, DB Infrago werden dazu verpflichtet, auf wichtigen Fernverkehrsstrecken Platz für Konkurrenten einzuräumen, wie die Behörde mitteilte. Diese Wettbewerbsklausel soll demnach für die Erstellung des Netzfahrplans für 2028 wirksam werden.
Ab dann will Italo Fernzugverbindungen auf stark frequentierten und daher besonders profitablen Strecken von München über Köln nach Dortmund und von München nach Berlin anbieten. Bislang wird der Fernverkehr in Deutschland von der DB angeboten. Die Bundesnetzagentur hatte Ende Juni dieses Jahres die Wettbewerbsklausel bei den Regeln für die Trassenvergabe durch die Infrago vorgeschlagen, die den Markteintritt ermöglichen soll.
»Mehr Wettbewerb hat das Potenzial, bessere Angebote für die Fahrgäste zu schaffen«
Im Detail ist vorgesehen, dass die Infrago die Trassen auf stark befahrenen Korridoren künftig nur noch zu maximal 60 bis 75 Prozent an ein einziges Unternehmen vergeben darf. Beim genauen Prozentwert hat die Infrago demnach Spielraum. »Auf diese Weise ist sichergestellt, dass mindestens ein Wettbewerber der DB Fernverkehr AG tatsächlich verkehren kann«, teilte die Bundesnetzagentur mit.
Es sei möglich, »dass die Entscheidung einen Umbruch im Schienenpersonenfernverkehr einleiten kann«, teilte die Netzagentur mit. »Mehr Wettbewerb hat das Potenzial, bessere Angebote für die Fahrgäste zu schaffen«, sagte Behördenchef Klaus Müller. »Wir sind überzeugt, dass unsere Entscheidung den Wettbewerb im Fernverkehr in Bewegung bringen wird.«
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