Alle lieben den norwegischen Fußballer Erling Braut Haaland, ich auch. Es kann sein, dass Norwegen, wenn Sie diese Kolumne lesen, längst aus der WM rausgeflogen ist. Egal. Haaland ist mein neues Idol. Diese Liebe hat nichts Erotisches. Breites, augenbrauenloses Gesicht, das lange blonde Haar halb wegrasiert – eine Schönheit ist er nicht. Ich wüsste aber gern, welches Shampoo Haaland benutzt. Ich wüsste gern, wie er es mal hinbekommen hat, auf einem Langstreckenflug nichts anderes zu tun, als die Weltkarte auf seinem Bildschirm anzustarren. Ich wüsste gern, wie er das gemacht hat beim Angriff in der 79. Minute des WM-Achtelfinales: gleich einem Sonntagsspaziergänger Richtung brasilianisches Tor zu schlendern – um dann blitzartig vorzuschnellen und den Ball reinzuköpfen. Diese Effizienz! Dieser Überblick! Neulich hatte ich um sieben Uhr morgens einen Unfall mit Kaffee, überall in der Küche kochendes Wasser, feuchtes Kaffeepulver. Instinktiv dachte ich: Wie würde Erling reagieren?