Nach seiner Wahl zum Fifa-Präsidenten 2016 berief Gianni Infantino Joseph Weiler in die Governance-Kommission der Fifa. Kein Jahr später trat Weiler zurück. Weiler, 74, gehört zu den führenden Experten für Europäisches Recht in den USA. Dieses Interview ist eine Zusammenarbeit mit unseren Partnerzeitungen »The Guardian«, »El País«, »Gazeta Wyborcza« und »La Repubblica«, wo es auch erscheinen wird.
DIE ZEIT: Sie sind Fußballfan, Professor Weiler. Waren Sie schockiert über den Fall Folarin Balogun?
Joseph Weiler: Nein, war ich nicht. Er gibt einen guten Einblick in Gianni Infantinos Führungsstil. Es passieren noch viele andere schlimme Dinge in der Fifa. Balogun ist nur die schimmelige Kirsche auf einem vergammelten Kuchen.
