Emmanuel Macron nutzt den Nationalfeiertag für eine große Geste. Soldaten aus ganz Europa marschieren bei der traditionellen Militärparade. Auch 21 deutsche Soldaten.
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Militärparaden haben in Deutschland einen schlechten Ruf und das aus gutem Grund. Noch ist die Erinnerung an das Unglück, das deutsche Soldaten über Europa gebracht haben, lebendig. Auch wenn zwischen der Wehrmacht und Bundeswehr mittlerweile mehr als 80 Jahre liegen. Man wüsste also gern, was Friedrich Merz gedacht hat, als er am Dienstag in Paris von einer Ehrentribüne aus in französische Kanonenrohre blickte.
Hat sich der Kanzler gefreut, dass auch einige deutsche Soldaten am französischen Nationalfeiertag über die Champs-Élysées marschieren durften? Hat er darüber nachgedacht, wie man Europa künftig besser verteidigt? Oder wäre er doch lieber in Berlin geblieben, statt drei Stunden lang in der sengenden Hitze von Paris zu schmoren? Immerhin, die Ehrentribüne war überdacht, und seine Frau Charlotte durfte ihn begleiten.
