
Russland bestellt deutschen Botschafter ein
Nach dem Gespräch warf das russische Ministerium in einer Stellungnahme Berlin eine Beteiligung an ukrainischen Angriffen auf zivile Infrastruktur in Russland vor. Der Vorwurf bezieht sich demnach auf Waffenlieferungen und deutsch-ukrainische Rüstungskooperationen zur Produktion von Drohnen, Flugabwehrwaffen und Raketen. Das Ministerium nannte Versuche Deutschlands als nicht hinnehmbar, Drittstaaten wie China vorzuschreiben, wie sie ihre Beziehungen zu Russland gestalten. Berlin hatte kürzlich den chinesischen Botschafter nach Berichten über die Ausbildung russischer Soldaten in China einbestellt.
Am Schluss der Mitteilung verwies das russische Außenministerium darauf, dass der deutsche Botschafter Russland mit dem Auto verlassen werde. „Wir stellten fest, dass dies die zuvor erschienene unverschämte Veröffentlichung der Pressestelle der deutschen Botschaft zur Kraftstofflage in der russischen Hauptstadt widerlegt“, schrieb das Ministerium. In einem Vide, veröffentlicht vergangene Woche in dem in Russland verbotenen Netzwerk Instagram, hatte die Botschaft mit einem Verweis auf die schlechte Treibstofflage Moskau aufgefordert, den Krieg in der Ukraine zu beenden.
Die deutsche Botschaft in Moskau bestätigte in einer Mitteilung, dass der Anlass für das Gespräch das Video der Botschaft zur „Benzinkrise“ war. Demnach kritisierte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, die Öffentlichkeitsarbeit der Botschaft, da diese auf „schmerzliche Probleme“ der russischen Bevölkerung hinweise.
