
Trauer und Erleichterung nach dem Großbrand im Süden Spaniens. Nach dem verheerenden Feuer in der Nähe von Gallardos stieg die Zahl der Todesopfer auf 13. Eine 93 Jahre alte Britin mit mehreren Vorerkrankungen erlag nach Angaben der andalusischen Regionalregierung ihren schweren Brandverletzungen.
Ein britisches Paar wurde dagegen in letzter Minute von Beamten der Guardia Civil gerettet, wie der Sender RTVE berichtete. Sie seien auf einer Wanderung am Donnerstagabend vom Feuer überrascht worden und hätten schwere Verbrennungen erlitten. Die Suchmannschaft wollte gerade ihren Einsatz abbrechen, als sie aus der Ferne ihre Stimmen hörte und die beiden Schwerverletzten fand. Mittlerweile wurde die Suche nach weiteren Opfern eingestellt.
Womöglich drei Belgier unter den Opfern
Die belgische Regierung ging nach eigenen Angaben Hinweisen nach, wonach drei der Todesopfer belgische Staatsangehörige sein könnten. Unter ihnen ist angeblich ein 63 Jahre alter belgischer Geschäftsmann. Dessen Sohn sagte der Nachrichtenagentur Reuters, sein Vater und dessen Nachbarn hätten von den Behörden keine Warnung oder Anweisungen erhalten und seien zu Fuß geflohen, als die Flammen sie fast erreicht hätten.
Nach Angaben der Regionalregierung hatte der Bürgermeister des Ortes ihnen geraten, an Ort und Stelle Schutz zu suchen. Die Identifizierung der DNA-Proben der Toten in einem Labor in Madrid ist schwierig und dauert noch an.
Am Montag reiste der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez in das Katastrophengebiet, wo das Feuer 70 Hektar verwüstet hatte. „Ein Drittel der im vergangenen Jahr in Europa verbrannten Fläche lag in Spanien. Das hängt mit der sich verschärfenden Klimakrise zusammen“, sagte Sánchez.
Er forderte die autonomen Regionen auf, an dem von seiner Regierung vorgeschlagenen Klimanotstandsplan mitzuarbeiten. Vorbeugung und Katastrophenschutz müssten verbessert werden. Am Montag erklärten die Behörden den Brand für beendet, die letzten der mehr als tausend Einwohner, die ihre Häuser verlassen mussten, durften zurückkehren.
