Die Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann und das Kinderhilfswerk haben die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) zur Einschränkung des Unterhaltsvorschusses kritisiert. »Ständig werden wir mit neuen Kürzungsvorhaben von CDU/CSU und SPD konfrontiert: Unterhaltsvorschuss, Elterngeld oder der Kindersofortzuschlag von 25 Euro zur Unterstützung von Kindern in Armut«, sagte Haßelmann der Nachrichtenagentur AFP. Es treffe »immer die Gleichen: Alleinerziehende, Familien und Kinder«.
Auch das Kinderhilfswerk äußerte sich kritisch. Es forderte »durchgreifende Reformen zugunsten von Kindern und Jugendlichen«, statt »Kürzungen bei denen, die ohnehin schon wenig haben«.
Zuvor hatte das Bundesfamilienministerium mitgeteilt, das Unterhaltsvorschussgesetz einschränken zu wollen. »Vorgesehen ist unter anderem, den Unterhaltsvorschuss künftig für
Kinder bis einschließlich 15. Lebensjahr zu gewähren«, teilte ein
Ministeriumssprecher auf Anfrage mit. Bisher haben Alleinerziehende einen Anspruch auf einen staatlichen Unterhaltsvorschuss für Kinder bis 18 Jahren, wenn der unterhaltspflichtige Elternteil nicht zahlt, nicht bekannt ist oder stirbt.
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