
Hunderttausende Menschen sind in China nach Behördenangaben wegen des sich am Samstag nähernden Taifuns „Bavi“ in Sicherheit gebracht worden. In der ostchinesischen Metropole Wenzhou mit ihren fast zehn Millionen Einwohnern hätten am späten Freitag knapp 890.000 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen, teilten die Behörden mit. In der Hauptstadt Peking seien wegen starker Regenfälle mehr als 100.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden, teilte die dortige Stadtverwaltung mit.
Bavi soll am frühen Sonntag im Osten Chinas auf Land treffen. Für die Provinzen Zhejiang und Fujian werden „außergewöhnlich heftige Regenfälle“ erwartet, wie der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete. In dieser Woche hatten Unwetter bereits im Süden und im Zentrum Chinas schwere Schäden angerichtet; dutzende Menschen kamen ums Leben.
Wegen des herannahenden Taifuns brachten sich im Norden Taiwans bereits mehr als 14.000 Menschen in Sicherheit; tausende Haushalte waren am Samstag ohne Strom. Zuvor hatte „Bavi“ die abgelegenen Inseln zwischen Taiwan und der Südwestküste des japanischen Festlandes getroffen. Auf den Philippinen hatten von „Bavi“ verstärkte Regenfälle zwei Erdrutsche ausgelöst; mindestens 15 Menschen kamen dabei nach Angaben der Behörden ums Leben.
Im Süden und im Zentrum Chinas hatten Unwetter in dieser Woche bereits schwere Schäden angerichtet. 39 Menschen kamen bei Überschwemmungen ums Leben, allein 26 Menschen starben nach dem Bruch eines Staudamms.
