Ein wegen Mordes verurteilter Häftling ist während eines begleiteten Ausgangs im Landkreis Saarlouis geflüchtet. Wie die Polizei mitteilte, laufe die Fahndung nach dem 44-Jährige auf Hochtouren. Von ihm gehe keine direkte Gefahr aus, die Polizei warnte jedoch davor, den Mann anzusprechen. Auch am Abend dauerte die Suche nach dem Mann nach Angaben eines Polizeisprechers an.
Der Gesuchte ist nach Polizeiangaben etwa 1,92 Meter groß, schlank, hat schwarze Haare, einen schwarzen Oberlippenbart und eine Tätowierung am linken Unterarm. Zuletzt trug er ein cremefarbenes T-Shirt, eine hellblaue Jeans und weiße Turnschuhe. Wer ihn sieht oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben kann, solle umgehend die Polizei informieren. Außerdem raten die Ermittler, keine Anhalter mitzunehmen.
Ausflug unter Aufsicht
Laut Auskunft des Justizministeriums in Saarbrücken war der Mann am Mittwochnachmittag in Begleitung eines Gefängnis-Mitarbeiters in Schmelz unterwegs gewesen. Es sei seine zwölfte «begleitete Ausführung» seit Februar 2024 gewesen, alle vorherigen seien ohne Beanstandungen verlaufen. Diese Ausflüge dienten dem «Erhalt der Lebenstüchtigkeit» und würden regelmäßig durchgeführt, um den Kontakt der Gefangenen zu ihren Angehörigen aufrechtzuerhalten.
Der Mann befand sich nach Informationen der Staatsanwaltschaft Saarbrücken seit Februar 2010 in Haft. Im Jahr 2011 hat ihn das Landgericht Saarbrücken wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
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