Beruhigende Worte für die Krimbewohner hat Sergej Aksjonow, der Chef der russischen Besatzungsverwaltung, in dieser Woche nicht mehr allzu viele. »Leider«, sagt Aksjonow in einer Videobotschaft, »werden in den kommenden Tagen keine größeren Benzinlieferungen auf der Halbinsel erwartet.« Er bitte um Geduld. Zumindest beim Strom werde die Verwaltung für eine gerechte Verteilung sorgen und allen Beschwerden nachgehen.
Ukrainische Angriffe haben die Krim in die größte Krise gestürzt, seit Wladimir Putin sie vor gut zwölf Jahren in einer Blitzaktion besetzen ließ. Damals versprach der russische Präsident blühende Landschaften. Er wollte neue Autobahnen, Krankenhäuser und Kraftwerke bauen lassen, höhere Löhne und Renten zahlen. Vieles davon wurde umgesetzt. Seit der Vollinvasion 2022 aber nutzt die russische Armee die Halbinsel vor allem als Aufmarschgebiet im Krieg gegen die Ukraine. Und macht sie so zum Angriffsziel für das ukrainische Militär.
