Wo sie sind, ist Urlaub: Jutta Person erzählt die faszinierende Kulturgeschichte der Palmen.
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© Craig Hastings/Getty Images
Es ist schon erstaunlich: Fünf Linien, die jedes Kind malen kann, reichen aus, um Menschen von einem anderen Leben träumen zu lassen. Eine für den schmalen Stamm und drei, vier Bögen für die Palmwedel. Die Eleganz dieser Silhouette hat sich tief in unser Bewusstsein gegraben, sie steht für die Ferne, für das Leichte, für das Paradies. Und weil ihre Silhouette aus europäischer Perspektive immer woanders erschien, hat diese universelle Sehnsuchtspflanze namens Palme eine bewegte Geschichte wie kaum eine andere. Sie reicht von der Faszination für den Orient über den Hedonismus Kaliforniens bis zu Kunstpalmen in der Pop-Art und den heutigen Debatten um Palmöl in jedem zweiten Supermarktprodukt. Die Autorin und Literaturkritikerin Jutta Person hat darüber ein kleines, aber prall gefülltes Büchlein geschrieben, dem man die Faszination seiner Autorin für den »Fürsten der Pflanzenwelt«, wie Carl von Linné die Palme nannte, aufs Schönste anmerkt.
