Anno Mungen ist Experte für das Werk und Leben Richard Wagners. Als Theater- und Musikwissenschaftler lehrt er seit 2006 an der Universität
Bayreuth, wo er das Forschungsinstitut für Musiktheater leitet. Gerade ist sein Buch »Von Bayreuth nach Auschwitz. Oper – Politik – Gewalt« im Westend-Verlag erschienen.
DIE ZEIT: Herr
Mungen, was haben Sie gedacht, als Sie vergangene Woche hörten, dass die
Bayreuther Festspiele ein Gedenkkonzert für die vom NS-Regime verfolgten und
ermordeten Musikerinnen und Musiker abgesagt haben? Der jüdische Publizist
Michel Friedman sollte am 26. Juli in diesem Rahmen eine Rede halten, und Christian Thielemann sollte dirigieren.
