Nach knapp zwei Jahren im Amt hat der britische Premierminister Keir Starmer seinen Rücktritt angekündigt. Er habe die Rufe seiner eigenen Partei gehört, dass er
nicht mehr der Richtige sei, das Amt des Ministerpräsidenten zu führen, sagte Starmer bei einer Pressekonferenz. König Charles III. habe er bereits informiert. Bis seine Partei einen
Nachfolger ernannt hat, bleibe er im Amt.
Es sei der stolzeste Moment seines Lebens gewesen, als er nach einer Wahl zum Premierminister das erste Mal die Downing Street entlang gelaufen sei, sagte Starmer und skizzierte in seiner Rede die Erfolge seiner Amtszeit. Unter Tränen dankte er schließlich seiner Frau und Familie für ihre Unterstützung.
Starmer, der im Juli 2024 ins Amt gewählt worden war,
hatte zuletzt in der Kritik gestanden und mit einer Niederlage seiner
Labour-Partei bei den Kommunal- und Regionalwahlen im Mai zu kämpfen. Mehrere
Mitglieder seiner Regierung waren in den vergangenen Wochen zurückgetreten. Immer häufiger wurde dann auch gefordert, dass Starmer selbst das Amt niederlege.
Löst Burnham Starmer ab?
Der Druck auf den Regierungschef hatte sich dann erneut deutlich erhöht, als sein größter parteiinterner Konkurrent, Andy Burnham, ins Parlament gewählt wurde. Burnham hatte am Donnerstag eine Nachwahl für einen Sitz im Unterhaus mit knapp 55 Prozent der Stimmen gewonnen.
Burnham hatte zuvor bereits deutlich gemacht, dass er Starmer als Parteichef und Premierminister ablösen wolle. Mit seinem Sitz im Parlament erfüllt er dafür nun auch die formellen Voraussetzungen. Noch wichtiger aber: Er gilt als einer der beliebtesten Politiker des Landes.
In seiner Rede sagte Starmer, er werde die Parteiführung um einen Zeitplan bitten, seine Nachfolge zu regeln. Dabei sicherte er seiner Nachfolge auch seine volle Unterstützung zu.
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