
In dem Fall muss ganz klar der Schutz der Bevölkerung Vorrang haben. Dass das in der Zeit nach der Flüchtlingskrise 2015 oftmals nicht der Fall war, ist schon schlimm genug. Die falsche Asylpolitik hat nicht nur zu Recht für Ablehnung in großen Teilen der Bevölkerung gesorgt. Sie hat auch die Rechtspopulisten stark gemacht, die lange Zeit die Einzigen zu sein schienen, die die Missstände klar benannten.
Möchtegernmoral ohne Lösung
Anstatt dies lediglich als ausländerfeindlich anzuprangern, wie es vor allem die politische Linke in weiten Teilen getan hat, hätte man schon viel früher die Konsequenz ziehen müssen, dass es ein Weiter-so nicht geben darf.
Dazu gehört eben auch, dass man mit Herrschern wie den Taliban redet, um schnelle Abschiebungen möglich zu machen. Das bedeutet nicht, dass man ihr Regime für gerecht hält und die Augen vor der Lage in Afghanistan verschließt. Dieser Vorwurf zeugt wieder einmal von einer Möchtegernmoral, die keinerlei Lösung anbietet.
Es bedeutet aber, dass man sich ernsthaft um das eigene Land und die hier lebende Bevölkerung bemüht. Nur so erhält und stärkt man letztlich auch die Bereitschaft, den vielen Schutzsuchenden zu helfen, die tatsächlich nur in Frieden leben möchten.
