Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 25/2026
Herzlos ist keiner gern. Vermutung: Am Ende möchte doch
jeder ein Mensch mit Herz gewesen sein, ein bisschen menschenfreundlich zumindest.
Selbst wenn Glücklichsein einem noch etwas lieber wäre, hin und wieder
zumindest. Gut und glücklich: Das wäre natürlich der Gipfel, zumal
gegenwärtig.
Es ist ja erst Juni, doch langsam baut sich eine
Septemberangst auf. In der Unruhe dieser Tage, in denen die Zerstörungslust vielerorts
an der Macht ist und in denen sich nun eine Partei anschickt, in Sachsen-Anhalt die Wahlen zu gewinnen, die als gesichert rechtsextrem
eingestuft ist, kann man sich schon fragen, wie es eigentlich um die
Herzensbildung der Menschen steht. Um ihre Güte.
