
Im Hausbau zeigt sich, wie stark sich die Heizungsarten in Deutschland wandeln. Im Neubau kommt die Wärmepumpe auf den ersten Platz: Die umweltfreundliche Heizung hat damit in den vergangenen zehn Jahren die Gasheizung als dominierende Heiztechnik abgelöst, die hingegen im Bestand weiter vorn liegt. In etwa drei von vier neuen Wohngebäuden wurde im vergangenen Jahr eine Wärmepumpe eingebaut, wie das Statistische Bundesamt gerade vorgerechnet hat.
Im Neubau kommt mit der Fernwärme eine weitere Heizungsart dazu, die einen Anteil von acht Prozent in neuen Wohngebäuden erreicht. Durch die kommunale Wärmeplanung kann dieser Anteil in den nächsten Jahren noch steigen. Meist trifft das auf enge Stadtgebiete zu, in denen die Leitungswege gering sind.
Doch für die Bewohner kann Fernwärme schnell teuer werden: Die Heizkosten dafür liegen nach Auswertungen im Durchschnitt oft höher als mit einer Wärmepumpe oder im Vergleich mit Erdgas. Die Wahl des Anbieters ist im Gegensatz zu Erdgas oder Strom eingeschränkt. Zudem gilt Fernwärme zwar als umweltfreundliche Heizungsmöglichkeit, in der Realität ist der Anteil erneuerbarer Energien aber oftmals gering. Für den Klimaschutz wird so der Nutzen zweifelhaft.
Wer eine Immobilie sucht, sollte daher auf die Heizungsart und deren Kosten achten. Im Fall der Fernwärme sind vor dem Einzug konkrete Anbieterkosten einzuholen und einzupreisen, die lokal variieren. Mieter sollten vorsichtig sein, um sich nicht hinterher über hohe Energiekosten zu wundern.
