
In den kommenden Tagen soll es in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen deutlich wärmer werden. Erwartet werden die bisher höchsten Temperaturen in diesem Jahr, wie Patrick Quente vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sagte. Ab Donnerstag steigen die Temperaturen ordentlich an, zum Wochenende sind mehr als 30 Grad vorhergesagt.
Wie heiß wird es?
Am Donnerstag kann demnach bereits vereinzelt die 30-Grad-Marke geknackt werden. Spätestens am Freitag sei dann die heiße Luft von Südwesten da, die Sonne sowie verbreitet Höchsttemperaturen von 32 bis 35 Grad bringe. Das soll nach aktueller Prognose auch das Wochenende über anhalten. Auch zum Start der neuen Woche sollen es nach derzeitigem Stand noch relativ warm sein, so der DWD-Experte.
Wo soll es am heißesten werden?
Aktuell ist es laut dem Experten noch etwas zu früh, um sagen zu können, wo genau Höchsttemperaturen erreicht werden. Heiß wird es ihm zufolge aber sicherlich im Leipziger Tiefland. Und auch im Thüringer Becken seien 35 Grad durchaus denkbar. Nicht ganz so sehr schwitzen wie andernorts werde man im Mittelgebirgsraum, so Quente. Gleichwohl werde es auch dort recht warm werden.
Ist das eine Hitzewelle?
Da es über einen längeren Zeitraum weit über 30 Grad warm sein soll, kann bereits von einer Hitzewelle gesprochen werden, wie der Meteorologe erklärte. Rund um den Sonnenhöchststand am 21. Juni sei diese Periode wärmerer Tage jedoch auch nichts allzu Außergewöhnliches. „Wir haben die längsten Tage des Jahres und auch bis jetzt die heißesten Temperaturen dieses Jahres“, sagte Quente. „Und da kann man schon von einer kurzen Hitzewelle sprechen.“ Allerdings sei die Hitzewelle nicht ganz so beständig – Schauer und Gewitter seien immer wieder möglich.
Drohen Gewitter?
Bereits heute sind örtlich Gewitter möglich. Vor allem in Thüringen und Westsachsen könnte es laut dem Experten dazu kommen. Allerdings sei selbst für den heutigen Abend noch nicht ganz klar, wo genau sich etwas bilde oder die Gewitter nicht sogar Richtung Bayern ziehen, wie der Meteorologe erläuterte.
Nach derzeitiger Vorhersage liegt dann auch ab Freitag eine gewisse Schauerneigung vor. In Verbindung mit einer schwach ausgeprägten Kaltfront können dann spätestens am Samstag nach jetzigem Stand häufiger Schauer und Gewitter auftreten.
Wird es tropische Nächte geben?
Davon geht der Meteorologe aus. Vor allem in den Großstädten sieht es ihm zufolge danach aus, dass die Nacht auf Samstag tropisch wird – die 20 Grad also auch nachts nicht unterschritten werden. Auch in der Nacht zum Sonntag könnte das in den Innenstädten der Fall sein. Allerdings werde es keine lange Periode dieser sogenannten tropischen Nächte geben, da die nächtlichen Temperaturen zum Anfang der kommenden Woche wieder nach unten gehen sollen.
Ist das Wetter gut, um die Fußball-WM draußen zu schauen?
In den kommenden Tagen soll es abends noch nicht ganz so warm werden und zum Teil werden die Nächte noch recht kühl sein, so der Experte. Aber in Richtung Wochenende sei es dann auf jeden Fall warm genug, um die Spiele im Freien schauen zu können. Am Samstag müssten Sportbegeisterte dann aber im Blick haben, inwieweit Schauer und Gewitter möglich sind.
Auch im Süden wird es warm
Bis Ende der Woche könnten die Temperaturen auf 38 Grad klettern, kündigt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach an. „Nach einer eher unterkühlten Witterungsperiode kommt der Sommer – und er kommt mit Macht“, sagt DWD-Meteorologe Oliver Reuter. Am Mittwoch nimmt der Sommer im Süden richtig Fahrt auf: „Nachmittags werden die ersten 30er auf der Temperaturkarte aufblitzen“, sagt der Meteorologe. Am Oberrhein könnten es 32 oder vielleicht sogar schon 33 Grad werden. Über der Landesmitte sind es laut der Vorhersage rund 25 Grad, im Norden bleibt es mit 20 Grad noch kühl.
„Am Donnerstag schiebt sich die Hitzeglocke dann weiter gen Norden“, erklärt Reuter. Die Folge: Südlich der Landesmitte wird es häufig 30 bis 34 Grad warm. Am Oberrhein seien schon bis 36 Grad zu erwarten. Auch im Norden wird es laut der Vorhersage endlich Sommer mit bis zu 26 Grad in Hamburg. Kühler bleiben nur die Küsten. Lokale Hitzegewitter bilden die Ausnahme.
Am Freitag werde es „wirklich richtig heiß“, dann werde „die Hitze landesweit brüten“, sagt der Meteorologe. Die Vorhersage der Temperaturen: im Norden 30 bis 32 Grad, in der Mitte 33 bis 35 Grad. Für den Oberrhein erwartet der DWD „bis zu 37, ganz vielleicht sogar knapp 38 Grad“.
Wie lange dauert die Hitzewelle?
Es wird nicht nur heiß, sondern auch von Tag zu Tag schwüler. Gesundheitlich kann das problematisch werden. Da gilt es, „einen kühlen Kopf zu bewahren“, sagt Reuter.
Wie lange die Hitze dauert, ist nicht sicher. „Es ist in Teilen aber durchaus möglich und im Südwesten sogar wahrscheinlich, dass wir es mit einer längeren Hitzewelle zu tun bekommen“, sagt der DWD-Meteorologe. Für das Wochenende stehen die Zeichen jedenfalls weiter auf heiß.
