Die USA haben Einreisesperren gegen mehr als 100 Vertreter der Regierung Nicaraguas und deren Familienangehörige erlassen. Die Maßnahme sei Teil einer umfassenderen Strafkampagne gegen die Regierung wegen mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen, teilte das US-Außenministerium mit.

Laut US-Außenminister Marco Rubio stünden die neuen Sanktionen unter anderem im Zusammenhang mit dem Tod des indigenen Anführers
Brooklyn Rivera sowie der Politik von Präsident Daniel Ortega und dessen
Ehefrau und Vizepräsidentin Rosario Murillo. »Die Vereinigten Staaten
stehen an der Seite des nicaraguanischen Volkes, das wie Rivera ein
freies Nicaragua sehen will«, teilte Rubio mit.

Nach US-Angaben sind inzwischen mehr als 2.350 nicaraguanische Behörden- und Regierungsvertreter sowie deren Angehörige von der Einreise in die
Vereinigten Staaten ausgeschlossen. Die Namen der zuletzt betroffenen
Personen wurden nicht genannt.