
CDU-Kandidat siegt bei Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema
Bei der Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema hat der Kandidat der CDU, Marcus Hoffmann, knapp gegen Stefan Hartung, den Kandidaten der rechtsextremen Freien Sachsen, gewonnen. Hoffmann erhielt gut 500 Stimmen mehr als sein Mitbewerber. Er erhielt 5007 Stimmen, Hartung 4499 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,7 Prozent.
Die Freien Sachsen sind nach Angaben des sächsischen Verfassungsschutzes eine Sammlungsbewegung aus Neonationalsozialisten, Funktionären der Partei „Heimat“ (früher NPD) sowie weiteren Angehörigen der rechtsextremen Szene. Sie verlangen unter anderem den Austritt Sachsens aus der Bundesrepublik Deutschland, den sogenannten Säxit. In den Städten Leipzig und Zittau bilden sie Stadtratsfraktionen mit der AfD, ebenso im Kreistag des Landkreises Vogtland.
Laut einem Bericht des sächsischen Verfassungsschutzes hatte Hartung auf einer Kundgebung der Freien Sachen im Januar 2025 angekündigt, was er nach einer Wahl zum Oberbürgermeister plane. Am ersten Tag nach seiner Wahl wolle er den Asylnotstand für die Stadt aufrufen. Er würde der Ausländerbehörde und dem Innenministerium ein Ultimatum setzen, „dass man sich hier um die Problemfälle, um die Kriminellen kümmert“.
Wenn das Ultimatum nicht eingehalten werde, werde er dafür sorgen, „dass wir Bürgerwehren aus freiwilligen Einwohnern unserer Stadt organisieren“. Es gebe „genug junge Männer, die hier mithelfen wollen“, sagte Hartung und fügte hinzu: „Wir müssen klarstellen, dass Aue unsere Stadt bleibt und nicht die Stadt der Invasoren wird.“ Er forderte die Streichung der Sozialleistungen „zu 100 Prozent“, „für die Menschen, die hier nichts zu suchen haben.“
