»Die Migrationspolitik ist zu einem Wettpinkeln geworden. Politiker wollen hart klingen und machen Vorschläge, die in Wirklichkeit kontraproduktiv sind.« So sagte es der niederländische Migrationsforscher Hein de Haas 2025 im ZEIT-Interview. Und er hat recht.

In dieser Woche einigten sich die EU-Institutionen darauf, im Rahmen einer neuen Rückführungsverordnung sogenannte return hubs in Drittstaaten zu erlauben. Die Idee dahinter ist folgende: Kann ein abgelehnter Asylsuchender nicht abgeschoben werden, weil es etwa kein entsprechendes Abkommen mit dem Herkunftsland gibt, sollen EU-Länder ihn künftig einfach woanders hin ausweisen dürfen. Infrage dafür kommen Länder wie Libyen oder Usbekistan, in denen Menschenrechte wenig gelten.