Die Hamburger Olympiapläne sind gescheitert, rund 55 Prozent der Bewohner stimmten dagegen. Die Gründe? Ganz einfach: Die Hamburger haben andere Sorgen.
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© Georg Wendt/dpa
Stellen wir uns vor, die
Hamburger Olympiakampagne wäre nicht gescheitert, weil es sie überhaupt nicht
gegeben hätte: Wie stünde die Stadt dann da?
Wenn sich die Aufregung über das mit rund 55 Prozent der Stimmen klare »Nein« gelegt hat (für »Ja« stimmten rund 45 Prozent), wenn die fälligen Bekundungen des Bedauerns aufseiten der
Befürworterinnen ausgesprochen und die Triumphgesänge der Gegner verklungen
sind, muss man daran erinnern: Die Chance, Olympische Spiele auszurichten, hat
eine Zwangslage für die Regierenden erzeugt. Hätten sie ihre Stadt wirklich aus
diesem Wettbewerb heraushalten sollen? Das wäre ihnen als Zögerlichkeit
ausgelegt worden, wenn nicht als mutwillige Missachtung einer günstigen
Gelegenheit.
