Wieder einmal hat die Verwaltung des Bundestages einem Mitglied der AfD den Zugang zum Bundestag verwehrt. Nach Recherchen der ZEIT handelt es sich dabei um den Lokalpolitiker Tobias Laue, Ratsherr aus Mülheim an der Ruhr. Er ist Mitarbeiter im Büro des Dortmunder Bundestagsabgeordneten Peter Bohnhof und hat im Zuge dessen einen Hausausweis beantragt. Dieser Antrag wurde abgelehnt, wie jetzt bekannt wurde. Politico hatte darüber zuerst berichtet. Tobias Laue hat den Vorgang auf Anfrage der ZEIT bestätigt. 

In der Begründung geht es nach Informationen der ZEIT, die mit Angaben von Laue übereinstimmen, im Wesentlichen um seine ehemalige Mitgliedschaft in einem mittlerweile verbotenen Rockerclub und um ein kürzlich eingestelltes Verfahren, in dem sich Laue unter anderem wegen des Vorwurfs der häuslichen Gewalt verantworten musste. Rechtsextremismus oder Verbindungen zu anderen verfassungsfeindlichen Organisationen werden offenbar nicht aufgeführt.