Der Fernbus- und Zugbetreiber Flix
plant einen deutlichen Ausbau seines Angebots. Geschäftsführer André
Schwämmlein sagte dem Spiegel, dass das Unternehmen die Größe ihres
Angebots in den nächsten zwei Jahren bis zum
Einsatz von Zügen des spanischen Herstellers Talgo verdoppeln wolle. Flix hatte vor einem Jahr angekündigt, 65
Hochgeschwindigkeitszüge für 2,4 Milliarden Euro von Talgo mit Lokomotiven von
Siemens kaufen zu wollen.
Das Unternehmen plane eine höhere Taktung und den
Einsatz längerer Züge, sagte Schwämmlein. So sollen
Züge von Flix auf der Strecke zwischen Berlin und Hamburg bis 2027 bis zu
zehnmal im Zwei-Stunden-Takt fahren. Auch die
wöchentlichen Abfahrten zwischen Hamburg und Köln sowie zwischen Berlin und
Leipzig sollten verdoppelt werden. Ab 2028 will
das Unternehmen auch München anfahren.
Auch andere Betreiber wünschen sich Zugang zum deutschen Bahnmarkt
Auch andere Zugbetreiber möchten ihr Angebot auf dem deutschen Bahnmarkt ausbauen. Interesse zeigten etwa Trenitalia, eine Tochter der
italienischen Staatsbahn FS, und der private Anbieter Italo. Italo betreibt Hochgeschwindigkeitszügen und möchte ab 2028 in den deutschen Fernverkehr einsteigen.
Bei der
Bundesnetzagentur in Bonn wird an diesem Freitag über
eine Beschwerde von Italo verhandelt. Im Kern geht es um die Regelungen zum Zugang zu deutschen Trassen. Die Entscheidung
über die Trassenzugänge wird jährlich neu von einer Tochter der Deutschen Bahn,
der DB InfraGO, getroffen. Italo fordert eine
langfristige Perspektive im deutschen Bahnverkehr angesichts der hohen Investitionen. Konkret drängt das
Unternehmen auf Rahmenverträge mit einer Laufzeit von bis zu 15 Jahren.
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