Auch in Berlin hat die Initiative «Extinction Rebellion» aus Protest gegen die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung das Wasser eines Brunnens grün gefärbt. Ziel der Farbaktion war am Morgen der Mauerbrunnen im Invalidenpark vor dem Wirtschaftsministerium in Mitte.
Die Aktivisten verwendeten nach eigenen Angaben den grün leuchtenden und ungiftigen Farbstoff Uranin. In der Wasserwirtschaft wird er etwa zum Orten von Lecks in Rohrleitungen verwendet.
«Extinction Rebellion» wirft Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) eine zu konzernfreundliche Gaspolitik vor. Auch in Hamburg, München, Köln, Dresden wurden Brunnen grün gefärbt. Betroffen waren nach Angaben der Protestbewegung Brunnen in insgesamt 17 Städten.
Die Bundesregierung hatte letzte Woche einen Gesetzentwurf zum Bau neuer Gaskraftwerke auf den Weg gebracht. Neue Gaskraftwerke sollen im Zuge des bis 2038 geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent steigen. Im ersten Quartal 2026 lag er bei rund 53 Prozent.
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