Der britische Radiosender Radio Caroline hat sich entschuldigt, nachdem er am Dienstag fälschlicherweise den Tod von König
Charles III. vermeldet hatte. »Das Protokoll ›Monarch‹ – das alle
britischen Radiosender bereithalten, in der Hoffnung, es niemals nutzen
zu müssen – wurde am Dienstagnachmittag versehentlich ausgelöst und hat
fälschlicherweise den Tod Seiner Majestät des Königs verkündet«, schrieb Radio Carolines Chef Peter Moore auf Facebook.
Moore verwies auf »einen Computerfehler, der im
Hauptstudio aufgetreten ist«. Er erwähnte nicht, wie lange es dauerte, bis der Fehler entdeckt wurde, doch am Mittwoch war die Aufzeichnung der Sendung vom Dienstag zwischen 13:58 Uhr und 17 Uhr in der Mediathek auf der Website des in Essex im Südosten Englands ansässigen Senders nicht
verfügbar. Die Plattform Politics UK verbreitete einen Mitschnitt der Ankündigung jedoch auf X.
Entschuldigung bei Zuhörern und Seiner Majestät
Nachdem der Sender seinen Fehler bemerkt hatte, entschuldigte er sich zunächst live auf
Sendung und anschließend in Onlinediensten beim König und bei den
Zuhörerinnen und Zuhörern: »Wir entschuldigen uns bei Seiner Majestät dem König und bei unseren Zuhörern für die entstandenen Unannehmlichkeiten.«
Moore sagte, Radio Caroline hatte jahrelang »das
Vergnügen, die Weihnachtsbotschaft Ihrer Majestät der Königin zu
übertragen, und inzwischen auch die des Königs, und wir hoffen, dies
noch viele Jahre lang tun zu können«. Radio Caroline wurde 1964 von dem irischen Musikproduzenten Ronan O’Rahilly zunächst als Piratensender gegründet und sendete bis 1990 vom Meer aus. Heute sendet Radio Caroline 24 Stunden in Teilen Großbritanniens über Mittelwelle sowie im Internet vor allem Rockmusik.
Der Sohn und Nachfolger der 2022 verstorbenen
Königin Elizabeth II. befand sich zu dem Zeitpunkt, als Radio Caroline
irrtümlich seinen Tod meldete, mit der Königin zu einem Besuch in Nordirland. Der
77-jährige König wird weiterhin wegen einer Krebserkrankung behandelt.
Im Dezember 2025 hatte er von Erfolgen bei der Behandlung gesprochen.
