
Ein Angreifer hat im Süden der Türkei sechs Menschen erschossen. Bei dem Angriff in der Provinz Mersin seien acht weitere Menschen verletzt worden, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montagabend in einer Fernsehansprache. Nach dem flüchtigen Täter lief eine Großfahndung, die Motive für seine Gewalttat blieben zunächst unklar.
Die Nachrichtenagenturen DHA und IHA berichteten, der Angreifer habe in einem Restaurant der Ortschaft Tarsus das Feuer eröffnet und den Besitzer sowie einen Mitarbeiter getötet. Mehrere Gäste seien bei dem Angriff verletzt worden. Anschließend habe der Mann weitere Menschen erschossen, bevor er mit einem Auto flüchtete. Die Polizei suchte unter anderem mit Hubschraubern nach dem Flüchtigen.
Unterschiedliche Angaben gab es zum Alter des Angreifers. Während DHA meldete, es handele sich um einen 17-Jährigen, berichteten die Agentur Anadolu und die Zeitung „Sabah“, der Täter sei 37 Jahre alt. Vor dem Angriff im Restaurant habe er seine Ex-Frau getötet.
„Er kam herein, ohne ein Wort zu sagen (…) Wir dachten, er würde sein Telefon herausholen, aber er zog eine Pistole. Ich habe mich geduckt, er hat auf mich geschossen“, berichtete laut IHA einer der Angestellten des Restaurants, Mehmet Han Topal, der bei dem Angriff an der Hüfte verletzt wurde.
In der Türkei gelten strenge Waffengesetze. Der Besitz einer Schusswaffe erfordert eine Registrierung und einen Waffenschein sowie einen Nachweis der psychologischen Eignung. Auf illegalen Waffenbesitz stehen strenge Strafen. Experten gehen davon aus, dass in der Türkei dennoch zahlreiche Schusswaffen im Umlauf sind, die meisten davon illegal.
