
„Unser Kampf ist kein Kampf gegen andere, er bedient sich nicht der Waffen der Gewalt, der Verachtung oder der Unterdrückung. Unsere einzige Waffe ist die Liebe, die sich verschenkt“, sagte der Papst vor zehntausenden Gläubigen im Alter von 18 bis 35 Jahren, die ihn begeistert empfangen hatten. Zugleich warnte Leo XIV. vor falschen Heilsversprechen und Egoismus.
Der Papst warnt vor Egoismus
Leider gebe es Mächte, die danach strebten, Menschen und Völker zu spalten, indem sie sie gegeneinander aufbrächten. „Diese Übel haben nicht nur ein gewalttätiges Gesicht, sondern manchmal auch eine heimtückische Gestalt; denn sie versprechen genau das, was sie uns nehmen, nämlich das Glück.“
Egoismus führe dazu, dass man Beziehungen konsumiere, ohne etwas zurückzugeben, und sich mit Dingen vollstopfe, die einen nicht nährten, sagte der Papst zu den jungen Menschen. Eine solche Lebensweise führe dazu, dass man alles haben wolle, aber am Ende niemand sei, „dass man eine Menge Likes erhält, aber mit sich selbst allein bleibt“.
Papst Leo XIV. war am Freitagmorgen zu seinem ersten Frankreichbesuch in Paris eingetroffen. Diesen setzt er am Samstag mit einer großen Messe auf der Pariser Place de la Concorde fort, zu dem sich rund 600.000 Menschen angemeldet haben. Am Nachmittag reist das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken weiter in den Marien-Wallfahrtsort Lourdes im Südwesten des Landes. Letzte Station wird am Montag die Stadt Metz unweit der deutsch-französischen Grenze sein.
