Ohne Aufstiegsdruck hat Hertha BSC den besten Saisonstart seit 2018/2019 geschafft. Nach einer Gala in der ersten Halbzeit und nach einem kurzen Wackler erkämpfte sich die Mannschaft von Hertha-Trainer Stefan Leitl vor 41.459 Zuschauern im Berliner Olympiastadion einen verdienten 4:1 (3:0)-Erfolg.
«Wir sind bei den Temperaturen gut ins Spiel gekommen. Das frühe Tor war Gold wert. Aber wir hatten auch eine sehr gute Intensität», lobte Hertha-Trainer Stefan Leitl die gesamte Teamleistung. Er hob dabei aber Marten Winklers Anteil mit einem Tor und zwei Vorlagen in der ersten Halbzeit hervor.
Glanzleistung von Winkler in erster Halbzeit
So legte der 23-Jährige per Freistoß die frühe Führung durch Sebastian Grönning nach 90 Sekunden auf, erzielten den zweiten Treffer nach einem Solo (26.) selbst und assistierte Deyovaisio Zeefuik neun Minuten später. Der Niederländer hob den Ball über Heidenheims Torhüter Frank Feller und bejubelte seinen insgesamt dritten Treffer im Berliner Trikot.
«Matte hat sehr gut gespielt, wie wir es kennen von ihm», sagte Verteidiger Julian Eitschberger, «frech und dann der Abschluss sehr gut und die Vorlagen astrein.»
Nur kurzer Berliner Wackler
Mit vier Wechseln zur Halbzeitpause wollte Heidenheims Trainer Frank Schmidt seiner Mannschaft wieder in Spur verhelfen und wurde vier Minuten später durch Schöppners 1:3 belohnt. Heidenheim wurde jetzt aggressiver, doch Hertha konnte sich aus dem Druck wieder befreien und kam ab der 60. Minute selbst wieder zu Chancen. Neuzugang Oluwaseun Adewumi erzielte in der 90. Minute den Endstand.
«Heute hatten wir das Momentum auf unserer Seite. Wir weichen nicht von unserem Plan ab und versuchen, intensiv zu bleiben und den Gegner besser zu kontrollieren», sagte Leitl, der in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit die Spielweise umgestellt hat: «Du musst hoch verteidigen, das machen die Jungs sensationell. Dann kommt der Gegner nicht zu Möglichkeiten.»
Ein Wermutstropfen bedeutete die Rote Karte für Zeefuik kurz vor dem Schlusspfiff. «Die Rote Karte ist ganz bitter für uns, denn ich finde unsere Kette sehr stabil. Jetzt sind wir gezwungen zu verändern, was du nicht verändern möchtest.»
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