DFB-Pokal :
FCK gewinnt Chaosspiel in Mannheim – VfB souverän weiter

dpa
Während des Pokalspiels zwischen Waldhof und Lautern regiert zwischenzeitlich das Chaos. Der Abbruch droht. Doch es geht weiter, und am Ende jubelt der Favorit. Deutlich wird es derweil in Rostock.
Chaos auf den Rängen, Polizisten mit Pferden auf dem Platz – und ein gerade so abgewendeter Spielabbruch: Fußball-Zweitligaklub 1. FC Kaiserslautern hat sich in einem hochemotionalen und von Ausschreitungen überschatteten Südwest-Derby in die 2. Runde des DFB-Pokals gekämpft. Der Pokalfinalist von 2024 gewann beim Drittligisten Waldhof Mannheim dank eines Last-Minute-Treffers mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung.
Nach der regulären Spielzeit stand das Spiel kurz vor dem Abbruch. Erst waren die Spieler beider Mannschaften aneinandergeraten, dann schossen Fans Raketen auf das Spielfeld und die Haupttribüne. Einige Mannheimer Anhänger stürmten auf den Platz. Die Polizei beruhigte das Geschehen mit Hunderten Beamten. Nach rund 30-minütiger Unterbrechung pfiff Schiedsrichter Robert Schröder zur Verlängerung an.
Dass Fans auf den Platz stürmen, „das geht überhaupt nicht, das gehört auf keinen Fall ins Stadion“, sagte Mannheims Sportdirektor Mathias Schober, der am Sky-Mikrofon aber massive Provokationen von Lauterns Profi Marlon Ritter anprangerte. FCK-Sportgeschäftsführer Thomas Hengen betonte: „Das war ein Derby, das muss auf dem Platz bleiben. Was dann auf den Rängen abgegangen ist, war drüber.“ Hengen fügte an: „Das schadet uns, das schadet allen, das schadet dem Fußball.“
In der Verlängerung traf Ibrahima Konaté (120.) vor 23.513 Zuschauern zum Sieg für den FCK, der mit zwei Punkten aus zwei Spielen in die 2. Bundesliga gestartet war und zum vierten Mal in Folge die erste Runde überstand. Die Mannheimer kassierten nach einem guten Saisonstart mit vier Zählern in der 3. Liga die erste Pflichtspielniederlage der Spielzeit.
KSC siegt mit viel Aufwand in Münster
Der Karlsruher SC arbeitete sich derweil nach einem Kraftakt in die nächste Runde. Der Zweitligaklub gewann beim Drittligaverein Preußen Münster nach Rückstand 2:1 (0:1) und verdiente sich den Erfolg durch eine starke zweite Halbzeit. In einem engen Duell sorgte Sebastian Jung (81.) mit seinem Treffer spät für die Entscheidung.
Zuvor hatte Montell Ndikom (35.) Münster in Führung geschossen, doch Marvin Wanitzek (69.) gelang der Ausgleich und leitete eine spannende Schlussphase ein. In dieser schlug Routinier Jung noch zu, in der Nachspielzeit (90.+5) flog Münsters Samuel Althaus wegen groben Foulspiels noch mit Rot vom Platz.
Pejcinovic schießt Stuttgart weiter
Dzenan Pejcinovic schoss den VfB Stuttgart am späten Abend in Runde zwei. Der Neueinkauf vom VfL Wolfsburg erzielte bei seinem Pflichtspieldebüt für den VfB gleich drei Tore zum 4:0 (2:0)-Erfolg beim Drittligaverein FC Hansa Rostock.
Vor 27.453 Zuschauern im Ostseestadion traf der 21 Jahre alte Pejcinovic in der 18., 37. sowie 82. Minute und belohnte damit einen sehr dominanten und spielfreudigen Auftritt des Bundesligaklubs. Tiago Tomas (74.) schoss in der zweiten Halbzeit das 3:0.
