Die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann sieht ihre Partei in einem besorgniserregenden Zustand. «Tatsache ist: Der FDP geht es schlecht», sagte Strack-Zimmermann in der ARD-Sendung «Maischberger».
Gefragt, ob sie bei einer weiteren Wahlniederlage in Rheinland-Pfalz am Sonntag als Parteichefin antreten würde, sagte das FDP-Präsidiumsmitglied: «Warum wundert es mich nicht, dass Sie mich das fragen?» Man sei bis Sonntag, 18.00 Uhr im Wahlkampf und werde die Wahl abwarten und dann am Montag beraten. «Ich bin in diese Partei eingetreten vor 37 Jahren. Und ich habe nicht vor, als letzte das Licht auszumachen, auch nicht aus Brüssel heraus», sagte Strack-Zimmermann.
«Deswegen wird jeder an der Stelle arbeiten, dass es uns bald wieder besser geht. Das war auch ein Gruß an Friedrich Merz, der offensichtlich Probleme hat», betonte sie. Strack-Zimmermann spielte damit auf die Äußerung des CDU-Vorsitzenden nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg an. Nach dem Ausscheiden der Liberalen als dem Landtag hatte Merz gesagt, die FDP sei damit von der politischen Bühne in Deutschland verschwunden. Jüngste Umfragen sahen die Liberalen auch in Rheinland-Pfalz nicht mehr im Landtag vertreten. Derzeit sind sie dort an der Ampel-Regierung mit SPD und Grünen beteiligt.
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