Chinas Staatschef Xi Jinping hat am Montag in Pjöngjang seinen zweitägigen Staatsbesuch in Nordkorea begonnen. Es ist sein erster Besuch in dem Nachbarland seit 2019. Kurz vor seinem Besuch veröffentlichte Xi einen Beitrag in der nordkoreanischen Parteizeitung Rodong Sinmun, in dem er die Freundschaft beider Länder betont, aber auch vor einer »Wiederbelebung des Militarismus« warnt. Es sei Chinas unerschütterliche Politik, auf allen Ebenen Beziehungen mit Nordkorea aufzubauen. Kurz vor Bekanntwerden des Besuchs hatte der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA einen deutlichen Ausbau der nordkoreanischen Nuklearstreitkräfte gefordert. Seine politisch einflussreiche Schwester Kim Yo-jong sagte am Sonntag, dass der Status von Nordkorea als Nuklearwaffenstaat eine »unumkehrbare Realität« sei. Was bezweckt das Regime in Pjöngjang mit dieser Machtdemonstration? Das erklärt der China-Korrespondent der ZEIT, Jens Mühling.
Bis zum 7. Juni hätte Deutschland die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz in nationales Recht umsetzen müssen. Das Bundesfamilienministerium unter Karin Prien (CDU) begründet die verfehlte Frist mit
der wirtschaftlichen Lage und mit Rücksicht auf die Unternehmen. Man
wolle »unverhältnismäßige Belastungen für die Wirtschaft« vermeiden und
zugleich Rechts- und Planungssicherheit schaffen. Die EU-Richtlinie soll Lohndiskriminierung wirksamer aufdecken und sanktionieren. Unter anderem soll sie dazu
führen, dass die Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern schrumpft. Gefordert wird etwa, Bewerberinnen und Bewerber frühzeitig über Einstiegsentgelte zu informieren sowie Fragen nach dem bisherigen Gehalt zu verbieten. Beschäftigte sollen Auskunft über durchschnittliche
Entgelthöhen für vergleichbare Tätigkeiten, aufgeschlüsselt nach
Geschlecht, verlangen können. Größere Unternehmen sollen regelmäßig über
die Verdienstlücke berichten. Wann mit einer Umsetzung der EU-Vorgabe in Deutschland gerechnet werden kann, schätzt die ZEIT-Wirtschaftsredakteurin Tina Groll ein.
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Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Simone Gaul, Hannah Grünewald
Mitarbeit: Susanne Hehr, Mira Schrems
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