
Donald Trump meldet einmal mehr Vollzug, und er kostet auch diesen politisch genüsslich aus: Versprechen gegeben, Versprechen gehalten. Ein Jahr nach seiner Ankündigung und fast 78 Jahre nach der Gründung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), an der sein Land federführend mitgewirkt hat, zieht der US-Präsident den Stecker. Es ist der Stecker, der auch den Intensivpatienten USA von einer der zentralen lebenserhaltenden Maschinen der globalen Gesundheitsversorgung abschneidet. Kein Geld, kein Personal, auch keine Daten mehr – ein „kompletter Rückzug“. Stattdessen werde man die eigene Führerschaft auf dem Feld der globalen Gesundheitsversorgung fortsetzen, und zwar durch „neue Verträge mit Einzelstaaten, dem Privatsektor, Nichtregierungsorganisationen und Glaubensgemeinschaften“.
