
Die Finnen sind das glücklichste Volk der Erde. Im neuen Weltglücksbericht landen die Nordeuropäer im neunten Jahr in Folge auf Platz Eins. Mit Island, Dänemark und Schweden schaffen es drei weitere nordische Länder in die Top 5. Dazwischen mischt sich auf den vorderen Rängen nur Costa Rica (4). Auf den Plätzen Sechs bis Zehn folgen Norwegen, die Niederlande, Israel, Luxemburg und die Schweiz.
Doch auch den Deutschen geht es laut Bericht besser: Von Rang 22 im vergangenen Jahr machte Deutschland einen Sprung auf Platz 17 – und überholte damit Österreich, das um zwei Plätze zurückfiel (19). Die USA kämpften sich vom 24. Platz wieder um einen Rang nach vorn (23).
Und was macht die Finnen so glücklich? Humor und Gelassenheit seien auf jeden Fall eine Antwort, sagt Jan-Emmanuel De Neve, einer der Autoren des diesjährigen Weltglücksberichts. „Die Finnen sind nicht besessen davon, unbedingt glücklich sein zu wollen“, erklärt er. „Sie sind offensichtlich sehr zufrieden und dankbar für alles, was sie haben, und sie nehmen sich selbst in dieser Hinsicht nicht allzu ernst, was ihnen wiederum hilft, die kleinen Dinge im Leben zu schätzen.“
„Dass die Finnen oder Dänen noch zufriedener mit ihrem Leben sind als die Deutschen, liegt daran, dass sie über großen Wohlstand verfügen – wie Deutschland –, diesen aber sehr gerecht verteilen“, meint Glücks-Experte De Neve. „Sie haben eine hohe Lebenserwartung und einen guten Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung.“ Vor allem aber hätten die Menschen in den nordischen Ländern ein starkes soziales Netz. „Sie vertrauen einander und dem Staat. Genau diese Dinge unterscheiden Finnland etwa von Deutschland.“
Das sind die wichtigsten Glücksfaktoren der Deutschen
Eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos scheint dieses Gefühl zu bestätigen: Demnach bezeichnen sich 72 Prozent der Deutschen als glücklich – ein Plus von acht Prozentpunkten gegenüber dem vergangenen Jahr. Die wichtigsten Glücksfaktoren in Deutschland sind demnach das Gefühl, wertgeschätzt und geliebt zu werden (40 Prozent), Familie und Kinder (35 Prozent) und körperliche Gesundheit (27 Prozent).
Der Weltglücksbericht wird jedes Jahr rund um den Weltglückstag (20. März) von einem interdisziplinären Forscherteam um das Wellbeing Research Centre der Universität Oxford veröffentlicht. Er liefert Einblicke, wie es um die Zufriedenheit und die wahrgenommene Lebensqualität der Menschen in aller Welt bestellt ist. In die Bewertung fließen Faktoren wie die Wirtschaftsleistung eines Landes, Gesundheit, das Freiheitsgefühl, die Großzügigkeit der Menschen und die Wahrnehmung von Korruption ein.
