
Warum es sein kann, dass der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes nicht mitbekommen hat, dass einmal volltanken inzwischen noch teurer ist als ein Trikot der Nationalmannschaft? Weil er, auch wenn ein WM-Gastgeber gegen einen WM-Gast Krieg führt, den Fokus „auf das Sportliche“ legt. Und weil er einen Bundestrainer hat, der ganz gerne Homeoffice macht.
Sollte dieser Bundestrainer damit fertig sein, sich über Deniz Undav zu ärgern, und sich vielleicht ein Spiel von Atlético Madrid anschauen wollen, sollte der Präsident aber keine Kosten scheuen und ihn auch zur Pressekonferenz davor schicken. Da saß in dieser Woche der Trainer Diego Simeone neben dem Stürmer Antoine Griezmann, der verkündet hat, dass er Atlético nach der Saison verlassen wird.
Simeone dankte Griezmann dafür, dass er nie die Grenze überschritten habe, die es zwischen einem Trainer und einem Spieler gebe, selbst wenn dieser Spieler ein Freund sei. Und weil er ihn eben erst als einen Spieler und dann als einen Freund sehe, sagte er diesem dann noch als Trainer: „Wenn du morgen nicht rennst, bist du raus.“
Am Tag danach hat Atlético auch deswegen 2:0 gegen den FC Barcelona gewonnen, weil Antoine Griezmann gerannt ist. Und weil Diego Simeone gezeigt hat, warum ihm seit 2011 keiner im Klub sagt, dass er raus sei.
