So kann es nicht weitergehen!” – “Wir geben Gegensteuer!” – “Zürich befreien!” Am kommenden Sonntag wählt die größte Stadt der Schweiz eine neue Regierung und ein neues Parlament. Fährt man dieser Tage mit dem Velo oder dem Tram durch die vollplakatierte City, liest die Flyer, die aus dem Briefkasten quellen, oder wird samstags vor dem Coop in ein Gespräch mit einer der Kandidatinnen, einem der Kandidaten verwickelt, könnte man meinen: Zürich steht vor einem Umbruch, wenn nicht gar vor einer Revolution.
Nun denn, falsch gedacht, vergebens gehofft. Die Stadtpräsidentin Corine Mauch, Sozialdemokratin, 65, die erste Frau in diesem Amt, tritt nach 17 Jahren zwar ab und mit ihr zwei ihrer Regierungskollegen. Der eine ist ebenfalls 65, der andere 73. Ein Generationenwechsel, eigentlich.
