Der Facebook-Konzern Meta hat angekündigt, seine verlustreiche virtuelle 3D-Welt Horizon Worlds weitestgehend einzustellen. Sie werde noch bis Mitte Juni als Version in virtueller Realität über die Quest-Computerbrillen des Unternehmens verfügbar sein, kündigte Meta an. Danach soll es nur noch eine Variante für Mobilgeräte wie Smartphones geben.
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte über Jahre versucht, virtuelle Realität – kurz: VR – als nächste Computerplattform zu etablieren. Auch die Umbenennung des Konzerns von Facebook zu Meta im Jahr 2021 hing damit zusammen: Der Name lehnt an die Bezeichnung “Metaverse” für virtuelle Welten an. Die Nutzer zogen jedoch nicht mit. Die Sparte Reality Labs, in der die Quest-Headsets und Horizon Worlds entwickelt wurden, schrieb Quartal für Quartal Verluste von mehreren Milliarden US-Dollar.
Zuckerberg legte stattdessen den Fokus auf Künstliche Intelligenz. Er will im Rennen um die KI-Zukunft Rivalen wie den ChatGPT-Erfinder OpenAI sowie Google schlagen. Dafür soll Meta in den kommenden Jahren hunderte Milliarden US-Dollar in den Ausbau von Rechenzentren stecken.
Meta gibt virtuelle Realität nicht komplett auf
Bei Reality Labs werden allerdings auch die Meta-Brillen mit Kamera, Mikrofon und kleinen Lautsprechern entwickelt, die nur unwesentlich klobiger als herkömmliche Gestelle sind. Über die Brillen, die unter den Marken Ray-Ban und Oakley verkauft werden, können Nutzer mit der Meta-KI interagieren und ihr etwa Fragen zu ihrer Umgebung stellen. Die Software soll derweil dank der Brillen sehen und hören, was die Nutzer gerade sehen.
Meta teilte zugleich mit, dass man die virtuelle Realität nicht grundsätzlich aufgebe. Sie habe sich zwar nicht so schnell entwickelt wie erhofft. Dennoch wachse die Branche. So werde man weitere VR-Headsets herausbringen und sie auf die Bedürfnisse verschiedener Nutzergruppen zuschneiden. Der Konzern hatte bereits mehrere hauseigene VR-Studios geschlossen und die Version der Horizon-Plattform zur beruflichen Nutzung beendet.
