Auch fast eine Woche nach dem Schuss auf einen Polizisten und einem stundenlangen SEK-Einsatz äußert sich der festgenommene 51-Jährige weiter nicht zu den Vorwürden. Der Tatverdächtige, der wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft sitzt, lasse sich nach wie vor nicht ein, sagte Staatsanwältin Gülkiz Yazir.
Der Mann hatte auf den Polizeibeamten geschossen und sich danach mit seinen drei Kindern acht Stunden lang seiner Wohnung verschanzt. Laut Staatsanwältin hatte seine Ehefrau einen Notruf wegen häuslicher Gewalt abgesetzt. Zum Zeitpunkt des Einsatzes befand sie sich nicht in der Wohnung, sie habe die Polizei von außerhalb gerufen. Als diese anrückte, schoss der 51-Jährige auf einen Polizisten, der dank Schussweste nur leicht verletzt wurde. Er sei schnell wieder dienstfähig gewesen, schilderte Yazir.
Zum Zustand der Ehefrau wollte die Sprecherin der Dortmunder Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben machen. Die Kinder seien weiter in Obhut genommen, das Jugendamt werde entscheiden, wie man im Sinne der drei Geschwister weiter verfahre. Als der Mann schließlich mitten in der Nacht aufgab, ließ er die Kinder in der Wohnung unversehrt zurück.
Der Serbe ist wegen Bedrohung vorbestraft. Ein Medienbericht, dem zufolge der Mann schon kurz vor dem Vorfall in einem Restaurant randaliert und später aus einem Auto heraus auf einen Polizisten geschossen haben soll, sei nicht zutreffend, sagte Yazir.
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