Große Teile der USA sind zu Wochenbeginn weiter von einem verheerenden Wintersturm betroffen. Vom Bundesstaat Arkansas bis ins 2.100 Kilometer entfernte Neuengland an der Ostküste lag der Schnee etwa 30 Zentimeter hoch – teilweise wurden insgesamt bis zu 60 Zentimeter vorhergesagt. Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung ist von
dem Wintereinbruch
beeinträchtigt, laut US-Behörden also nahezu 190 Millionen Menschen.
Der Verkehr kam zum Erliegen, Tausende Flüge wurden gestrichen. Laut flightaware.com kam es landesweit zu mehr als 4.400 Verspätungen
und Ausfällen. Am Sonntag waren etwa 12.000 Flüge gestrichen worden und
fast 20.000 verspätet.
In vielen Landesteilen blieben die Schule geschlossen. Laut der Webseite poweroutage.com gab es am Montagmorgen (Ortszeit) landesweit mehr als 800.000 Stromausfälle, die meisten davon wurden im Süden der USA verzeichnet. Auf diese Regionen ging während des Sturms auch Schneeregen und gefrierenden Regen nieder.
Fünf Tote in New York
Der Wintersturm brachte zudem eisige Kälte mit sich. In Teilen
von Minnesota sank die Temperatur am Sonntag auf bis zu minus 40 Grad
Celsius. In New York City starben laut Bürgermeister Zohran Mamdani am Wochenende mindestens fünf Menschen. Die Todesursachen seien zwar noch nicht bestätigt, aber die Fälle erinnerten daran, dass jedes Jahr Menschen in New York erfrören, schrieb Mamdani auf X: “Die Gefahr dieses Wetters kann nicht genug betont werden.”
Auch in der Gemeinde Caddo Parish im Bundesstaat Louisiana starben zwei Männer an Unterkühlung, wie die staatliche Gesundheitsbehörde mitteilte. In Massachusetts fuhr laut Polizei am Sonntag ein Schneepflug rückwärts in ein Paar und tötete dabei eine 51-jährige Frau. Ihr 47-jähriger Ehemann wurde ins Krankenhaus gebracht. In Arkansas kamen ein 17-jähriger Teenager und in Texas eine 16-Jährige jeweils bei Schlittenunfällen ums Leben. In Tennessee meldeten die Behörden drei witterungsbedingte Todesfälle.
Im US-Bundesstaat Mississippi ging gefrierender Regen nieder, der Straßen, Bäume und Stromleitungen mit einer dicken Eiskruste überzog. Äste brachen unter dem Gewicht ab, Stromleitungen zerrissen. Die Straßenmeistereien versprühten nach Angaben von Gouverneur Tate Reeves etwa 750.000 Liter Lauge – so viel wie noch nie – und streuten Salz und Sand, um die Straßen einigermaßen passierbar zu halten.
